Tag 18: Cóbreces – San Vicente de la Barquera

Eigenlich passiert nicht viel, ein Sonntag des Wanderns. Endlich mal ein trockener, fast sonniger Morgen. Fast ausschließlich Asphalt, teilweise viel befahren.

Bis Comillas geht es schnell, dort ist Stadtfest und Motorradtreffen, noch mehr Verkehr und die von Gaudí gestaltete Villa El Capricho – aber nur für fünf Euro, also schnell raus hier. Überhaupt: sehr touristisch, dazu viele Surfer und deutsche T3’s. Und sie grüßen nicht, haben aber farbige Sonnenbrillen.

Eine Runde Schwimmen und einige Stunden Gegenwind später fällt mir wieder auf, wie anfällig ich für Wetter bin. Ein ständiges Schwitzen und Sachen wechseln. Mein Merino-T-Shirt hat mich über Nacht enttäuscht und war heut früh noch feucht, naja, ich hätte es nicht in den Schrank hängen sollen. Man muss schon planvoll und sparsam sein mit den wenigen Dingen die man dabei hat.

Irgendwas fehlt mir, es ist super komfortabel mit der Gang, aber ich hab Lust weitere Strecken zu gehen, und wieder in öffentliche Herbergen, die Pensionen gehen ins Geld.

Gillian erzählt von Terry Fox, einem jungen Kanadier, der früh an Krebs erkrankte. Mit einem künstlichen Bein wollte er Kanada durchlaufen und durch Sponsoring Geld für die Krebsforschung sammeln, starb aber noch während der Reise. Seitdem gibt es, auch international, den Terry Dix Run Day, an dem eben diese Spenden weiter gesammelt werden. Und: Gillian wurde mal von Alanis Morissette massiert, eben weil deren Mutter die Yoga-Lehrerin von Gillian war. Lustig.

Es gibt bald etwas zu entscheiden: in Sebrayo kann man statt der Küste zu folgen auf zum Camino Primitivo wechseln. Der ursprüngliche Weg war der erste, er führt über 355 Kilometer ab Oviedo nach Santiago. Aber er gilt auch als der mit Abstand schwerste Weg. Bergig. Wetterig. Man sollte zweieinhalb bis drei Wochen Zeit und Kondition mitbringen, ich hab bis wir da sind noch etwa 16 Tage und fand die Berge bis Bilbao schon hart. Dafür: viel weniger Asphalt, sicherlich weniger Pilger, naturbelassen, kleine Orte, familiäre Herbergen. Eher wenig Meer.

Jetzt guck ich: Tatort. Auf dem iPhone.

22 km

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